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Krisenzeiten: Plötzlich steht alles still – Teil 1

Krisenzeiten: Plötzlich steht alles still – Teil 1

Das, was sich in unserer Zeit niemand mehr vorstellen konnte, passiert plötzlich. Das Weltgeschehen wird angehalten. Und plötzlich steht alles still. Was nun? Die Aufträge werden gecancelt, berechtigterweise wird der Zutritt zu Unternehmen reduziert, damit keine zusätzlichen Risiken entstehen. Ganz Branchen stehen still – Messe- & Eventwesen, Coaching – die Reisebranche kommt nahezu zum kompletten Erliegen – also alles, was mit dem analogen und sozialem Erleben zu tun hat. So erging es nicht nur mir mir – sondern vielen anderen Kolleginnen mit dem Start von Coronavirus SARS-CoV-2. Als mich die erste Absage erreichte, war ich noch entspannt. Denn als Freiberuflerin gehören kurzfristige Absagen bzw. Reduzierungen zur Normalität und zum einkalkulierten Risiko. Doch Stillstand – das hatte ich nicht mit einkalkuliert. Im Kopf zählte ich meine laufenden Kosten durch – 100 % freiwillige Kranken- & Pflegeversicherung, 100 % freiwillige Rentenversicherung, 100 % freiwillige Berufsunfallversicherung der Knappschaft, Lizenzen und Gebühren und dann auch noch die Kosten für eine Mini-Job-Angestellte. Meine privaten Kosten hatte ich da noch gar nicht im Blick. Was nun – ist das der Scheidepunkt? 

Doch die Regierung hat uns Selbständige und Freiberufler nicht vergessen. Die Regierung stellt  laut Medienberichten 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen zur Verfügung. Nach eigener Recherche konnte ich folgende Anträge und Links zur Beantragung finden: 

Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz bei Tätigkeitsverboten und Quarantäne

Antrag für Solo-Selbständige und andere Kleinstfirmen (Berlin)

Bei der Beantragung ist die Voraussetzung zu beachten, dass die Person einen betreffenden Bescheid des Gesundheitsamtes zum persönlichen Tätigkeitsverbot oder zur angeordneten Quarantäne und ein Verdienstausfall vorliegt. 

Wie bekommen nun Selbstständige und Kleinunternehmen ohne Beschäftigungsverbot eine Hilfe? Also der Großteil der Freiberufler, die aufgrund von der Reduzierung der Wirtschaftskraft und Cancelung von Unternehmensaktivitäten keine Aufträge erhalten?

Folgende Soforthilfeprogramme sind seit dem 21.03.2020 für Freiberufler abrufbar: 

Liquiditätshilfen BERLIN durch die Investitionsbank Berlin 

Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für von der Coronakrise 03/2020 besonders geschädigte gewerbliche Unternehmen und Angehörige Freier Berufe (Bayern)

Einen sehr guten Überblick über mögliche Maßnahmen pro Bundesland sowie jeweils mit Aufschlüsselung der Anträge wurde von t-online.de erstellt. Unbedingt reinschauen, wenn ihr euch über Möglichkeiten informieren wollt. 

See Also

Coronavirus – Krisenzeit für Freiberufler

Wie der „Spiegel“ berichtete, sollen von dem Paket zehn Milliarden Euro als direkte Zuschüsse an Not leidende Ein-Mann-Betriebe und Kleinstunternehmen vergeben werden, der Rest von 30 Milliarden Euro als Darlehen

“Die Bundesregierung plant etwa einen Härtefallfonds, aus dem für drei Monate die Betriebskosten für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige übernommen werden sollen.”

WAS IST NUN ALSO ZU TUN?

Die Gelder wurden vom Bund freigestellt, die Ausarbeitung der detaillierten Maßnahmen wird am Montag, 23.03.2020 erwartet. Bis dahin sollten Freiberufler ihre Zeit nutzen und folgende Unterlagen besorgen:

  • Lohn- und Umsatzsteuerbescheid des letztes Jahres
  • Sämtliche Aufstellungen für Kosten zur freiwilligen Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung
  • Aufstellungen über Ausfall-Geld sowie mögliche Nachweise 

Als Freiberuflerin gibt mir diese schnelle Herangehensweise Vertrauen und Zuversicht, in dieser Krisenzeit nicht allein zu stehen und schnelle und unbürokratische Hilfe zu erhalten. Sobald mir neue Maßnahmen vorliegen, werde ich diese in diesem Beitrag ergänzen – 1. Ergänzung am 21.03.2020 erfolgt. 

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