Now Reading
Auch langfristige #Perspektiven brauchen eine Zielplanung

Auch langfristige #Perspektiven brauchen eine Zielplanung

In diesen Zeiten als Freiberuflerin im Bereich Brand Experience & Livekommunikation ist alles auf “null” gesetzt. Die Aufträge und Engagements sind zurückgestellt oder sind gecancelt. Und eigentlich müsste ich durchdrehen, an Existenzängsten leiden oder krampfhaft etwas suchen. Doch: Nichts davon trifft auf mich zu. Ich habe den naiven Glauben, dass in allem eine Chance steckt und vielleicht genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist mich zu hinterfragen – wie sieht meine langfristige #Perspektive aus. Wahrscheinlich ist es genau der Zeitpunkt, mir die Zeit in der Stille, ohne Ablenkung und Hast, zu nehmen. Wie sieht mein zukünftiges Business Modell aus. Welche Fähigkeiten und Services sind erfolgsvorsprechend in der Zukunft.

Denn was habe ich von erfolgreichen Menschen gelernt, sie denken langfristig. Sie sehen über den aktuellen Zustand hinweg, konzentrieren sich nicht auf den gegenwärtigen Mangel, sondern schauen fokussiert und zielstrebig in die Zukunft mit der Visionsfrage: Wo möchte ich den nächsten Jahren stehen.

“Wo möchte ich in den nächsten Jahren stehen?”

Eine gute Frage, oder? Und zuerst fielen mir 300 Millionen Antworten ein, was gerade nicht funktioniert und was mich hindern könnte. Welche Fähigkeiten mir fehlen und zum Schluss wusste ich noch nicht mal, was braucht denn die Welt. Und ich kann sagen, das ist normal. Also habe ich mich den gewohnten Techniken genähert und die Perspektive geändert, die ich ja sonst stets in meinen Projekten oder beim Coachen angewandt habe.

Damit ich Klarheit gewinne, habe ich einfach mal angefangen alles zu notieren, was ich bisher erreicht habe, welche Fähigkeiten ich bisher gut einbringen konnte und was mich in meinen Aufgaben erfüllt hat. Dabei habe ich wieder Aufwind gespürt, Dankbarkeit gefühlt und meine Leistungsfähigkeit begutachtet. Ich habe mir Gedanken über meine bisherigen Auftraggeber gemacht, mir erfolgreiche Projektverläufe angeschaut und auch die Tiefen angeschaut. Alle Antworten habe ich mir klein säuberlich auf kleine Zettel an mein extra gebasteltes History-Board unsortiert geklebt. Wow: 16 Jahre Arbeitsleben hängen da. Große Erfolge, kleine Niederlagen, Stehaufmännchen-Momente und große Schritte der Veränderung und Krisenzeiten, die stets neue Chancen hervorbrachten.

History Board besonderer Projekte, Erfolge und Momente

Von diesem History Board aus arbeite ich weiter. Die unsortierten Board-Zettel möchte ich nun Struktur verleihen. Dafür überlege ich mir vier Kategorien:

See Also

  • Ausbildung
  • Erfahrungen
  • Services
  • Herausragendes
  • Auftraggeber

Ziel ist von diesem Startpunkt aus, sich aus dem Blickwinkel neuen Ideen zu nähern und oft entstehen aus dieser Perspektive neue Anknüpfungspunkte und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Für mich war dieser Tag an dem ich diese Aufgabe gemacht habe, Gold wert. Daraus habe ich einige Maßnahmen ableiten können, die ich nun strukturiert angehen möchte. Dafür habe ich mir Ziele gesetzt. Welche Maßnahmen möchte ich dafür in die Wege leiten, aufgeteilt in Jahres-, Monats-, Wochen- und Tageszielen. Für mich sind vor allem die Tagesziele eine gute Herangehensweise, in kleinen und täglichen Schritten zu arbeiten und mich somit der Vision zu nähern. Dafür habe ich mir eine kleine Hilfe geholt, um meine täglichen Ziele auch wirklich, durchzuführen und abzugleichen – einen einfachen Terminkalender in einer kleinen Größe – den ich also überall mitnehmen kann.

Hier trage ich täglich meine Ziele für den nächsten Tag sowie das Wochenziel ein. Jeden Morgen schaue ich meine kleine eigene to-do-Liste an und arbeitet tatkräftig an dieser. Ich habe mir dafür auch ein bestimmtes Zeitfenster am Tag für diese Aufgaben eingeräumt. Zusätzlich habe ich eine weitere Spalte nach der Aufgabe mit der Kennzeichnung Anmerkung & Ideen eingeräumt. Nach jeder getanen Aufgabenerledigung schreibe ich mir die wichtigsten Erkenntnisse auf – ich nutze diese Spalte auch für Ideen und Gedanken, die mir als Enddeckung aufgefallen sind und die ich als spannende zusätzlichen Benefit auf der Erreichung meines Ziels spannend finde. Diese Herangehensweise hilft mich selbst zu disziplinieren und nicht alles gleichzeitig zu wollen und mich dann zu verzetteln, aber auch mich zielstrebig auf das gesetzte Ziel zu fokussieren und meine derzeit freie Zeitfenster sinnvoll zu nutzen. Ich arbeite also genauso an meinen Zielen, wie ich es auch im beruflichen Kontext von Projektarbeit mache. Der großartige Effekt dabei ist, ich weiß abends, was ich für mich und mein Business erreicht habe.

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Hast du andere Methoden, von denen du berichten kannst? Dann hinterlasse gern deine Erfahrungen im Kommentarfeld und lass uns in den Austausch gehen, um von einander zu partizipieren.

What's Your Reaction?
Excited
0
Happy
0
In Love
0
Nee
0
Not Sure
0
Question
0
View Comments (0)

Leave a Reply

Your email address will not be published.

© 2020 MARKENGLANZ MAGAZIN. All Rights Reserved.

Scroll To Top